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Panoramabilder von Burgbernheim

 

Uhrenmuseum

Buchtipp: 
Burgbernheim -  Orts- und Häusergeschichte bis ins 21. Jahrhundert


Startseite zur Burgbernheimer Geschichte

Karte 18. Jahrhundert

Vor- und Frühgeschichte

Mittelalter

741/742 erste Erwähnung von Berenheim:

Das neu gegründete Bistum Würzburg erhält Zehntrechte vom Krongutsbezirk Berenheim

741/742 gründet Bonifatius das Bistum Würzburg. Vom karolingischen Hausmeier Karlmann erhält es als Erstausstattung umfangreiche Fiskalzehnten, darunter auch vom Krongutsbezirk (fiscus dominicus) Berenheim im Rangau. Dies ist einer Bestätigungsurkunde König Arnulfs aus dem Jahr 889 zu entnehmen. 
Im Mittelpunkt des Krongutsbezirks stand ein Königshof, ein befestigter (königlicher) Meiereihof, auf dem Leibeigene aus der Urbevölkerung arbeiteten. 
Die Rechte des Bischofs beschränkten sich zunächst auf die Einnahme der Zehnten.

Im Jahr 1000  kommt  Berenheim auch unter die weltliche (Lehns-)Herrschaft des Würzburger Bischofs:

- Burg und Dorf Berenheim und zugehöriger Forst

Gleich zweimal steht in jenem Jahr unser Ort im Mittelpunkt von Urkunden des Reiches: 
Am 1. Januar 1000 entscheidet Kaiser Otto III. in einem Rechtsstreit zwischen einer Edeldame Uta und der Kirche von Würzburg: Der Kirche soll „castellum et villa  (Burg und Dorf) Berenheim“ verbleiben, Frau Uta erhält als Ausgleich 12 Mansen (Höfe) und 50 Leibeigene. 
In einer weiteren Urkunde vom 1. Mai 1000 schenkt Kaiser Otto III. Bischof Heinrich von Würzburg den Wildbann im Forst, der zum castellum Berenheim und zum Dorf Leutershausen gehört.  
Den Urkunden ist zu entnehmen, dass es hier eine Wehranlage (Burg) gab, von der aus eine adelige Familie die Herrschaft ausübte. Von der Burg gibt es keine Spuren mehr. Vermutlich stand sie am Hang des Kapellenbergs und ging später in der Kirchenburg auf.  
Mehr zu den Ereignissen im Jahr 1000

1280 kommt Burgbernheim unter die Herrschaft der (Hohen-)Zollern

 

 

 

In diesem Jahr kauft der Nürnberger Burggraf aus dem Hause Zollern um 3000 Pfund Heller die Vogtei Bernheim von den Grafen von Truhendingen, die sie seit 1198 innehatten. Die nach dem Lehnsrecht erforderliche Belehnung durch den Würzburger Bischof erfolgt 1287. Vogteien (=Schutz- und Gerichtsherrschaft) bildeten häufig die Basis für den Ausbau zur Landesherrschaft. 
Zusätzlich verpfändet der Bischof  für den Erwerb der Burg (Vorder-)Frankenberg 1281 sein Dorf Bernheim mit dem zugehörigen Wald an den Burggrafen, der damit auch die grundherrschaftlichen Rechte erhält. Der Bischof behält sich eine Wiederauslösungsfrist von 12 Jahren vor, die er sich regelmäßig verlängern lässt. Belehnungen des Burggrafen seitens des Bischofs mit dem Dorf Bernheim und den Zehnten über den Wald, der zu dem genannten Dorf gehört, sind bis 1403 zweimal beurkundet.

Namensänderung: Aus Bernheim wird Burgbernheim

Um das Jahr 1280 wird der Ort in Würzburger Urkunden erstmals Burgbernheim genannt. Der Namenszusatz „Burg“ war nötig, um unser Bernheim von dem Bernheim am Main zu unterscheiden.  „Burg“ dürfte sich auf das im Jahr 1000 erwähnte castellum beziehen. 
Aufstieg und Machterweiterung der Hohenzollern.  
Der Nürnberger Burggraf wird Markgraf von Brandenburg.

1415 wird der Nürnberger Burggraf mit der Mark Brandenburg belehnt. Er und seine Nachfolger nennen sich Markgraf von Brandenburg
Die Zollern hatten bereits vorher umfangreiche Ländereien im heutigen Ober- und Mittelfranken erworben und 1398 ihr Territorium erstmals aufgeteilt, in das Oberland um Kulmbach und das Niederland um Onoldsbach (Ansbach). Zum Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile werden 1437 die zollerischen Besitzungen im oberen Aischgrund bis Burgbernheim dem Oberland zugeschlagen: Das "obergebirgische Unterland".

Aufstieg der Reichsstadt Rothenburg o.T.

   - Konflikte            

In den letzten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts beginnt die Reichsstadt Rothenburg sich ein ausgedehntes Territorium zu schaffen - die Landwehr -, die sie um 1430 mit doppeltem Wall und Graben sichern. Der Markgraf, der kein geschlossenes Territorium besitzt, sieht das mit Argwohn. Das markgräfliche Burgbernheim gerät in Frontlage.

Markgrafenkriege

1449, im Krieg zwischen Markgraf Albrecht Achilles und der Reichsstadt Nürnberg wird Burgbernheim von den Rothenburgern abgebrannt. 
Die Bürger flüchten in die Kirchenburg

1460-1463 führt Markgraf Albrecht Achilles in seinen Hegemoniebestrebungen Krieg gegen den Herzog von Bayern und den Würzburger Bischof (seinen Lehnsherrn!). Beim Friedensschluss erhält er Burgbernheim endgültig als Würzburger Lehen.

Neuzeit  

1525 - Burgbernheimer im Bauernkrieg 

Im Bauernkrieg beteiligen sich Burgbernheimer aktiv und müssen schwer büßen. Markgraf Kasimir brandschatzt „Berna“ um 1200 Gulden. Berichte

1528 - Einführung der lutherischen Lehre

1528 verordnet Markgraf Georg „der Fromme“ seinen Untertanen die lutherische Lehre.

1541 - Landesteilung. Burgbernheim gehört zum obergebirgischen Unterland des Markgraftums Kulmbach

Bei der erneuten Landesteilung des zollerischen Markgraftums zwischen Ansbach und Kulmbach/Bayreuth kommt Burgbernheim zu letzterem. 

1603 - Neue Herrschaftsresidenz Bayreuth

1603 wird die markgräfliche Residenz von Kulmbach nach Bayreuth verlegt.  Burgbernheim gehört zum "obergebirgischen Unterland" des Fürstentums Bayreuth.

1601-1618. Gefälschte Urkunden sollen dem Ort Vorteile schaffen. Auch der Markgraf kann von ihren Inhalten profitieren. Er erwirkt 1623 die kaiserliche Bestätigung.

Zwischen 1601 und 1618 tauchen in Einzelpaketen Privilegienurkunden auf, die sich später als gefälscht erweisen. Auf Veranlassung des Markgrafen, der eigene Vorteile erkennt, bestätigt 1623 Kaiser Ferdinand II.  die „alten Privilegien“. Diese sind zwar heute ohne Belang, doch belasten ihre mythenhaften Inhalte die alten Chroniken.

1618-1648. Dreißigjähriger Krieg

Am 30. Oktober 1631 fallen kaiserliche Truppen in Burgbernheim ein. Wieder flüchten die Bürger in die Kirchenburg. Bis 1635 wurden 40 Einwohner erschossen. Zu den Kriegsgräueln gesellte sich die Pest. Nach dem Dreißigjährigen Krieg zählt Burgbernheim nur noch 50 von vormals 300 Haushalten.  

 

1695 - Fraischteilung
Nach längerem Prozess wird Burgbernheim der westliche Teil der Marktbergeler Fraisch (Zuständigkeit der Hochgerichtsbarkeit) zugesprochen. 
Burgbernheim erhält ein Schultheißenamt (Unteramt).

1769 Gemeinsame Regierung der beiden Fürstentümer Ansbach-Bayreuth

Nach dem Aussterben der Bayreuther Linie der Hohenzollern wird das Fürstentum Bayreuth (und damit Burgbernheim) vom Ansbacher Markgrafen Christian Friedrich Carl Alexander in Personalunion regiert. Er errichtet 1788 oberhalb des Wildbads ein Jagdschloss.  Sein Ansinnen, ihm das Wildbad zu schenken, hatten die Burgbernheimer  zurückgewiesen.

1792 Burgbernheim wird preußisch

Markgraf Alexander ist amtsmüde und dankt im Dezember 1791 ab. Beide Fürstentümer hatte er  in einem Geheimvertrag für eine lebenslange Pension an den preußischen Staat verkauft. Als "Ansbach-Bayreuth" werden sie zunächst von Karl August von Hardenberg gemeinsam verwaltet.

1807-1810  gehört Burgbernheim zu Frankreich

Im Friedensvertrag von Tilsit muss Preußen  das Fürstentum Bayreuth an Frankreich abtreten

1810 Burgbernheim wird bayerisch

Napoleon verkauft das Fürstentum Bayreuth an das  Königreich Bayern.

 

1813 bildet Burgbernheim zusammen mit dem Nachbarort Gallmersgarten vorübergehend eine Munizipalgemeinde

 

1818 wird der Ort eine Marktgemeinde mit Magistrat III. Klasse, was als städtische Verfassung anzusehen ist

April 1945 - Burgbernheim ist Kriegsschauplatz -                      Amerikanische Besatzung Berichte
1954 Burgbernheim wird Stadt Mehr zur Stadterhebung
 

1973 erhält Burgbernheim das Prädikat "Staatlich anerkannter Erholungsort".

1978 werden im Zuge der Gebietsreform die Ortschaften Buchheim, Pfaffenhofen und Schwebheim eingemeindet

 


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