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Die Windsheimer Bucht
ist der südliche Teil der Bucht von Neustadt a.d. Aisch, die sich von Neustadt
aus keilförmig zwischen Iphofen und Burgbernheim in die
Keuperlandstufe schiebt und den Steigerwald von der Frankenhöhe trennt.
Im Westen öffnet sie sich zur mainfränkischen Gäulandschaft (Bild rechts).
Frankenhöhe und
Steigerwald entstanden gemeinsam im Erdmittelalter. Sie sind
Reste der Keuperstufenfläche, die sich weit nach Nordwesten erstreckte. Vor rund 250 Millionen
Jahren bedeckte das Muschelkalkmeer weite Teile Mitteleuropas. Als dieses Meer
langsam eindickte, bildeten sich mächtige Kalkschichten, in die Reste (Schalen)
abgestorbener Meeresbewohner eingelagert wurden. Dieses waagrecht abgelagerte
Schichtenpaket, das auch die heutige Windsheimer Bucht überdeckte, wurde
durch tektonische Kräfte herausgehoben, und zwar im Westen stärker als im
Osten, so dass es nach Osten einfällt.
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| Mit der Heraushebung
begann der Abtrag durch Verwitterung. Härtere Gesteinsschichten konnten der Verwitterung
länger widerstehen und führten zur Ausbildung der unsere Landschaft
prägenden Schichtstufen. |
Die herausgehobene
Landfläche wurde durch ein nach Südosten orientiertes Flusssystem
entwässert (rechtes Bild).
Der Urmain, der wie heute im Fichtelgebirge entsprang,
bog bei Bamberg nach Süden ab und schuf das breite Tal, durch das heute die Regnitz
nordwärts fließt.
Hoch über die heutige Windsheimer Bucht flossen Ur-Altmühl, Ur-Rezat und
Ur-Zenn.
Die Aisch begann ihr Dasein als kleiner, kurzer
Nebenbach der Regnitz, vielleicht
schon des noch südwärts fließenden Urmains. Durch rückschreitende
Erosion vergrößerte sie ihr Einzugsgebiet stetig nach
Westen. Bei Neustadt stieß sie auf die aus hartem
Sandstein bestehenden Deckschichten des Gipskeupers, die sie auf engem Raum durchbrechen
musste. Weiter
im Westen, wo diese Sandsteinschichten höher liegen, bilden weichere Keuperschichten die
Talhänge. Hier konnte das von Regen und Schneeschmelze abgespülte
Material von der Aisch und ihren Nebenbächen leichter abtransportiert werden,
das Tal verbreiterte sich. Dabei zapfte die Aisch die Oberläufe der
Zenn, der Fränkischen Rezat und der Altmühl an.
Zurück blieben deren "geköpfte Täler", die heute noch als
Kerben im Profil von Steigerwald und Frankenhöhe zu erkennen sind.
Heute entspringt die Aisch südlich von Schwebheim neben der B13.
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| Neueren
Erkenntnissen zufolge spielte bei der Bildung des Aischtals eine
tektonische Verstellung, die Aischtalfurche als Abschnitt der
Fränkischen Furche, eine entscheidende Rolle.
Mehr dazu finden Sie hier
(PDF, 23 Seiten) |
Vermutete Entwässerung Frankens im Tertiär
(65-2,6 Mio Jahre vor
heute)
(Bild aus: Reimann &
Schmidt-Kaler, Der Steigerwald und sein Vorland) |